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Zecke Holzbockzecke

Ordnung: Parasitische Milben (Ixodida)

Zecken sind blutsaugende Parasiten, die Säugetiere, Vögel und Reptilien befallen. Sie können Krankheiten wie Borreliose und FSME auf Menschen und Tiere übertragen und treten vor allem in Wäldern, Wiesen und Gärten auf.

Zecke Holzbockzecke

Aussehen

Kleine, flache, ovale Spinnentiere mit acht Beinen. Körpergröße variiert je nach Entwicklungsstadium: Larven 0,5 mm, Nymphen 1–2 mm, adulte Zecken 3–5 mm (ungefüllt) bis 10 mm (gesättigt). Farbe braun bis rötlich, Hinterleib bei vollgesaugten Zecken stark aufgedunsen.

Lebensweise

Blutsauger, die sich an Wirtstieren festbeißen. Tag- und nachtaktiv, abhängig von Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit. Verstecken sich in Gräsern, Laub oder Unterholz und warten auf vorbeilaufende Wirte.

Nahrung

Exklusiv Blut von Säugetieren, Vögeln oder Reptilien. Nur während der Saugphase auf dem Wirt, sonst mehrere Wochen bis Monate ohne Nahrung überlebensfähig.

Schadpotenzial

Übertragung von Krankheiten wie Borreliose, FSME, Anaplasmose oder Babesiose. Stiche verursachen lokale Hautreaktionen, Juckreiz und manchmal allergische Reaktionen.

Entwicklung

Vier Entwicklungsstadien: Ei – Larve – Nymphe – Adulttier. Jedes Entwicklungsstadium benötigt eine Blutmahlzeit. Lebenszyklus dauert je nach Art und Umweltbedingungen mehrere Monate bis mehrere Jahre.

Nachweis

Direkter Fund auf Wirtstieren (Menschen, Hunde, Katzen, Wildtiere) oder im Unterholz/Laub. Stiche an Haut sichtbar, Zecken oft erst nach Saugende entfernt erkennbar.

Bekämpfung

Zecken nach Aufenthalten im Freien gründlich absuchen. Schutzkleidung, Insektenschutzmittel (Repellents) und Vorsicht in Zeckengebieten. Bei Haustieren Zeckenschutzpräparate verwenden. Medizinische Entfernung bei festgesaugten Zecken.

Bei Akuten Befall kann ein Insektizid, sowie das Pflanzliche Pyrethrin aus Chrysanthemen eingesetzt werden.

Prävention

Lange Kleidung und geschlossene Schuhe bei Wald- oder Wiesenaufenthalten. Körper nach Aufenthalt kontrollieren, Kleidung heiß waschen. Gartenbereiche kurz halten, Laub und Unterholz reduzieren. Haustiere regelmäßig kontrollieren und behandeln.