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Kleidermotte

Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)

Die Kleidermotte ist ein textilschädigender Schmetterling, dessen Larven sich von tierischen Fasern wie Wolle, Seide und Pelzen ernähren. Sie ist ein typischer Vorrats- und Hygieneschädling in Innenräumen.

Kleidermotte

Aussehen

Kleine, zierliche Motte mit einer Flügelspannweite von etwa 10–16 mm. Die Flügel sind schmal, einfarbig gelblich-beige bis strohfarben und leicht glänzend, ohne auffällige Zeichnung. Hinterflügel schmaler als Vorderflügel und mit langen Fransen versehen. Körper ebenfalls hell gefärbt; Kopf mit auffälligem, rötlich-gelbem Haarschopf. Larven weißlich bis cremefarben, mit dunklerem Kopf.

Lebensweise

Die adulten Motten sind lichtscheu und vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie halten sich bevorzugt in dunklen, ruhigen Bereichen wie Kleiderschränken, Truhen oder Teppichunterlagen auf. Die Eiablage erfolgt direkt auf geeigneten Textilien. Erwachsene Tiere nehmen keine Nahrung auf.

Nahrung

Larven ernähren sich von keratinhaltigen Materialien wie Wolle, Filz, Pelzen, Federn, Haaren sowie textilen Mischgeweben mit tierischen Anteilen; auch verschmutzte Textilien (Schweiß, Hautschuppen) werden bevorzugt befallen.

Schadpotenzial

Larven verursachen Fraßschäden an Textilien, sichtbar als Löcher, kahle Stellen oder Gespinste. Besonders betroffen sind Kleidung, Teppiche, Polstermöbel und Heimtextilien. Der wirtschaftliche Schaden kann erheblich sein, insbesondere bei hochwertigen Stoffen.

Entwicklung

Vollständige Metamorphose: Ei – Larve – Puppe – adultes Tier. Ein Weibchen legt bis zu 250 Eier. Die Larvenentwicklung dauert je nach Temperatur und Nahrungsangebot mehrere Monate. In beheizten Innenräumen sind mehrere Generationen pro Jahr möglich.

Nachweis

Sichtbare Motten in dunklen Räumen, Fraßlöcher in Textilien, Gespinströhren oder Larvenhäute in Kleidung und Teppichen. Pheromonfallen eignen sich zur Überwachung des Befalls.

Bekämpfung

Befallene Textilien reinigen (Waschen ≥ 60 °C, chemische Reinigung) oder durch Kältebehandlung (−18 °C über mehrere Tage) entwesenen. Gründliche Reinigung der Schränke. Einsatz von Pheromonfallen zur Befallskontrolle; bei starkem Befall ggf. professionelle Schädlingsbekämpfung mit Insektiziden.

Prävention

Saubere Textilien lagern, regelmäßige Kontrolle und Lüftung von Schränken, Verwendung dichter Aufbewahrungsbehälter, Mottenbarrieren oder Lavendel-/Zedernprodukte zur Abschreckung; Kleidung vor längerer Lagerung waschen.