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Taube

Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)

Tauben sind in Städten weit verbreitete Vögel, die sich an Gebäude und menschliche Siedlungen angepasst haben. Durch Kot, Nistmaterial und Parasiten können sie erhebliche hygienische und bauliche Schäden verursachen.

Taube

Aussehen

Mittelgroßer Vogel mit einer Körperlänge von etwa 30–35 cm und einer Flügelspannweite bis 70 cm. Gefieder meist grau mit dunklen Flügelbinden, schillerndem Halsbereich (grün-violett). Kurzer Schnabel mit heller Wachshaut, rote bis orangefarbene Augen.

Lebensweise

Tagaktiv, leben in Schwärmen. Nisten bevorzugt an Gebäuden, Dachvorsprüngen, Brücken oder Balkonen. Sehr standorttreu. Mehrere Bruten pro Jahr möglich, ganzjährig in Städten aktiv.

Nahrung

Hauptsächlich pflanzliche Nahrung wie Körner, Samen und Getreide; in Städten auch Essensreste, Abfälle und Futter von Menschen.

Schadpotenzial

Taubenkot ist stark ätzend und kann Fassaden, Dächer und Fahrzeuge beschädigen. Verunreinigung von Balkonen, Gehwegen und Gebäuden. Übertragung von Parasiten und Krankheitserregern (z. B. Salmonellen, Ornithose) möglich. Gesundheits- und Rutschgefahr durch Kot.

Entwicklung

Ganzjährige Fortpflanzung mit 1–2 Eiern pro Gelege. Brutdauer ca. 17–19 Tage. Jungtiere verlassen das Nest nach etwa 4–5 Wochen. Mehrere Generationen pro Jahr möglich.

Nachweis

Sichtbare Tiere, Nester an Gebäuden, starke Kotverschmutzungen auf Balkonen, Fensterbänken, Dachbereichen oder Gehwegen. Geräusche durch Flügelschlagen oder Gurren.

Bekämpfung

Tauben unterliegen dem Tierschutz. Bekämpfung nur durch Vergrämung und bauliche Maßnahmen erlaubt: Taubenabwehrsysteme (Spikes, Netze, Drähte), Entfernung von Nestern durch Fachbetriebe, Fütterungsverbote einhalten.

Prävention

Zugänge zu Nistplätzen versperren, Balkonnetze oder Abwehrspikes installieren, keine Fütterung. Regelmäßige Reinigung und Kontrolle von Gebäudefassaden und Dachbereichen.