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Rote Vogelmilbe

Ordnung: Milben (Acari) Familie: Dermanyssidae

Die Rote Vogelmilbe ist ein kleiner Parasit, der vor allem Geflügel befällt. Sie saugt Blut von Vögeln und kann bei starkem Befall Stress, Anämie und eine Schwächung der Tiere verursachen. Gelegentlich stechen sie auch Menschen.

Rote Vogelmilbe

Aussehen

Winzige Milben, 0,7–1,5 mm lang; 4 Beinpaare, rotbraun nach Blutaufnahme, sonst grauweißlich. Körper oval, acht Beine, keine Flügel. Larvenstadium sechs Beine, Nymphen und Erwachsene acht Beine.

Lebensweise

Nachtaktiv, verstecken sich tagsüber in Ritzen, Spalten, Nistkästen oder Stallwänden. Saugen nachts Blut von Vögeln. Extreme Überlebensfähigkeit, können längere Zeit ohne Wirt überleben.

Nahrung

Blut von Vögeln, insbesondere Hühnern, Tauben oder Wildvögeln. Gelegentlich stechen sie auch Menschen, wenn Vögel fehlen.

Schadpotenzial

Starker Befall kann Stress, Blutarmut (Anämie) und verminderte Legeleistung bei Geflügel verursachen. Hygienisches Problem und potenzielles Übertragungsrisiko von Krankheitserregern.

Entwicklung

Vollständige Metamorphose: Ei – Larve – Nymphe – Adulttier. Entwicklungszyklus kann bei günstigen Bedingungen innerhalb von 7 Tagen abgeschlossen sein. Hohe Reproduktionsrate ermöglicht schnelle Populationszunahme.

Nachweis

Sichtbare rote Milben in Nistkästen, auf Geflügel oder unter Sitzstangen. Blutspuren auf Eiern oder Vögeln.

Bekämpfung

Mechanische Reinigung von Käfigen und Nistplätzen, thermische Behandlung, Einsatz von zugelassenen Milbenbekämpfungsmitteln (Insektiziden/Akariziden) nach Vorschrift. Regelmäßige Kontrolle und Wiederholungsmaßnahmen bei starkem Befall.

Prävention

Nistkästen und Stallbereiche sauber und trocken halten. Regelmäßige Reinigung und Desinfektion. Zugang von Wildvögeln kontrollieren, um Neubefall zu vermeiden.