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Messingkäfer

Ordnung: Nagekäfer (Ptinidae) Diebskäfer (Ptininae)

Der Messingkäfer ist ein kleiner Vorrats- und Materialschädling, der sich vor allem von tierischen Produkten, getrockneten Lebensmitteln und feinen organischen Materialien ernährt. Er tritt häufig in Haushalten, Lagerräumen und Museen auf.

Messingkäfer

Aussehen

Erwachsene Käfer 2–3 mm lang, oval, glänzend messingfarben bis kupferfarben, kurze Fühler, Kopf teilweise unter Halsschild verborgen. Larven weißlich, C-förmig gekrümmt, bis 3 mm lang, beinlos, mit kräftigen Mandibeln.

Lebensweise

Larven leben verborgen in Vorräten, Textilien oder getrockneten tierischen Materialien. Erwachsene Käfer sind aktiv, fliegen selten, dienen hauptsächlich der Fortpflanzung und Eiablage. Larven bevorzugen dunkle, ungestörte Bereiche.

Nahrung

Larven: tierische Produkte, getrocknete Lebensmittel, Pelze, Leder, Lederwaren, Wolle.
Erwachsene: selten, ernähren sich hauptsächlich von Pollen oder Nahrung aus Vorratsbereichen.

Schadpotenzial

Fraßschäden an Vorräten und tierischen Materialien. Verunreinigung von Lebensmitteln und Textilien durch Kot, Larvenhäute und Fraßreste. Wirtschaftlicher Schaden in Haushalten, Lagern und Museen.

Entwicklung

Vollständige Metamorphose: Ei – Larve – Puppe – Adulttier. Entwicklungsdauer abhängig von Temperatur, Feuchtigkeit und Nahrung, meist mehrere Wochen bis Monate.

Nachweis

Sichtbare kleine Käfer in Vorräten oder Textilien. Häutungsreste und Fraßspuren an Lebensmitteln oder Materialien tierischen Ursprungs.

Bekämpfung

Befallene Produkte entsorgen. Gründliche Reinigung der betroffenen Bereiche. Einsatz zugelassener Insektizide oder professionelle Schädlingsbekämpfung bei starkem Befall.

Thermisches verfahren möglich.

Prävention

Vorräte luftdicht lagern, Textilien sauber halten. Regelmäßige Kontrolle von Lager- und Ausstellungsmaterialien. Dunkle, ungestörte Bereiche sauber halten.