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Orientalische Schabe

Ordnung: Schaben (Blattodea)

Die Orientalische Schabe ist ein großer, feuchtigkeitsliebender Schädling, der vor allem in Kellern, Bädern und feuchten Lagerräumen vorkommt. Sie kann Nahrungsmittel verunreinigen und Hygieneprobleme verursachen.

Orientalische Schabe

Aussehen

Große, dunkelbraune bis schwarze Schabe, Körperlänge 20–27 mm. Flügel vorhanden, beim Männchen gut entwickelt, beim Weibchen kürzer. Antennen lang und dünn, Beine kräftig mit Dornen. Körper leicht glänzend, oval und abgeflacht. Nymphen dunkelbraun, flügellos.

Lebensweise

Nachtaktiv, versteckt sich tagsüber in feuchten Ritzen, Kellern, Abwasserkanälen oder unter Bodenbelägen. Bevorzugt kühle, feuchte Umgebungen. Läuft langsam, Kletterfähigkeit eingeschränkt. Oft in der Nähe von Wasserquellen und Abfall.

Nahrung

Allesfresser: Nahrungsmittelreste, Abfälle, organisches Material, Papier, Schimmel, Textilien. Auch tote Tiere werden genutzt. Erwachsene Tiere können längere Zeit ohne Nahrung überleben, benötigen jedoch Wasser.

Schadpotenzial

Kontamination von Lebensmitteln durch Kot, Häutungsreste und Speichel. Übertragung von Bakterien und Krankheitserregern möglich. Hygienerisiko in Wohnungen, Lagerräumen und lebensmittelverarbeitenden Betrieben.

Entwicklung

Unvollständige Metamorphose: Ei – Nymphe – adultes Tier. Weibchen legen bis zu 16 Eier pro Oothek. Entwicklung dauert bei optimalen Bedingungen 6–12 Monate. Nur eine bis zwei Generationen pro Jahr, abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit.

Nachweis

Sichtbare Schaben in feuchten Bereichen, insbesondere nachts. Nymphen und Eier in Ritzen und hinter Bodenbelägen. Typische Kotspuren oder Häutungsreste als indirekter Hinweis. Klebefallen zur Befallskontrolle geeignet.

Bekämpfung

Hygiene, Beseitigung von Feuchtigkeitsquellen und Ritzenabdichtung. Einsatz von Ködern, Insektiziden oder professioneller Schädlingsbekämpfung bei starkem Befall. Kontrolle von Kellern, Abwasserbereichen und Lagerräumen.

Prävention

Feuchtigkeit reduzieren, Risse und Öffnungen abdichten. Lebensmittel in geschlossenen Behältern lagern. Regelmäßige Kontrolle feuchter Räume, frühzeitige Bekämpfung bei ersten Anzeichen des Befalls.