Anrufen
E-Mail
WhatsApp

Hornisse

Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)

Hornissen sind große, soziale Faltenwespen, die in Wäldern, Gärten und an Gebäuden vorkommen. Sie bauen große papierartige Nester und sind vor allem in den Sommermonaten aktiv.

Hornisse

Aussehen

Große Wespen mit Körperlänge 18–35 mm. Gelb-schwarze Zeichnung am Kopf und Hinterleib, braune Flügel. Kopf kurz, Mandibeln kräftig. Hinterleib durch die typische Wespentaille vom Thorax getrennt. Arbeiterinnen und Königinnen besitzen einen Wehrstachel. Flüge transparent, Vorderflügel deutlich größer als Hinterflügel.

Lebensweise

Flugzeit April bis Oktober. Nester werden von der jungen Königin nach der Überwinterung an geschützten Orten errichtet, z. B. in Baumhöhlen, Dachräumen oder hinter Klinkern. Nestmaterial besteht aus zerkautem Holz, das papierartig wird.

Nahrung

Im Frühsommer proteinreich (Insekten), im Spätsommer zuckerhaltig (Früchte, Nektar, Saft). Larven erhalten proteinhaltige Nahrung.

Schadpotenzial

Hornissen sind Nützlinge, da sie Insekten fangen. Bei Störung können sie jedoch stechen und allergische Reaktionen auslösen. Besonders im Umfeld von Menschen, Außengastronomie oder Obstständen können sie lästig werden.

Entwicklung

Einjährige Nester mit bis zu 7000 Individuen. Nach ca. 5 Wochen schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, die Nahrungssuche und Brutpflege übernehmen.

Nachweis

Umherfliegende Arbeiterinnen, auffällige Nester in Dachböden, Baumhöhlen oder hinter Gebäudefassaden.

Bekämpfung

Hornissen dürfen als Nützlinge nicht bekämpft werden. Ausnahme: Nest in unmittelbarer Nähe zu Menschen. In solchen Fällen professionelle Entfernung mit Sondergenehmigung. Einsatz von UV-Lichtfallen in Lebensmittelbetrieben möglich.

Prävention

Einflug durch Gaze verhindern, Zugang zu Gebäuden absichern, Obstfallen oder offene Süßspeisen meiden.