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Hausratte

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)

Die Hausratte ist ein weit verbreiteter Nagetier-Schädling, der in Gebäuden, Lagerräumen und städtischen Gebieten vorkommt. Sie kann Nahrungsmittel verunreinigen, Kabel anfressen und Krankheiten übertragen.

Hausratte

Aussehen

Schlanker Körper, 15–20 cm lang, Schwanz länger als der Körper (20–25 cm), Fell meist dunkelgrau bis schwarz, kleine Ohren und Augen, lange Schnurrhaare. Vorder- und Hinterzähne stark ausgeprägt, gelblich.

Lebensweise

Nachtaktiv, lebt in und um Gebäude, Lagerräume, Dachböden oder Kanalisation. Extrem gute Kletterer und Schwimmer. Bauen Gänge, Nester in dunklen, geschützten Bereichen. Sehr territorial, Kolonien können groß sein.

Nahrung

Allesfresser: Getreide, Gemüse, Obst, Abfälle, Fleischreste, Nahrungsmittel in Haushalten. Wasser wird zum Überleben benötigt.

Schadpotenzial

Verunreinigung von Lebensmitteln, Fraß an Verpackungen, Kabeln, Holz. Übertragung von Krankheitserregern wie Salmonellen, Leptospirose, Hantaviren. Wirtschaftliche Schäden in Haushalten und Lagerbereichen.

Entwicklung

Trächtigkeit 21–23 Tage, 6–12 Junge pro Wurf, mehrere Würfe pro Jahr möglich. Jungtiere geschlechtsreif nach ca. 3–4 Monaten. Populationswachstum sehr schnell bei guten Bedingungen.

Nachweis

Kot, Nage- und Fraßspuren, Pfade an Wänden, Geräusche in Wänden oder Decken, direkte Sichtungen. Eingänge zu Nestern in dunklen Bereichen, Kanälen oder hinter Lagerbeständen.

Bekämpfung

Mechanische Fallen (Lebend- oder Schlagfallen) und Giftköder nach Vorschrift. Professionelle Schädlingsbekämpfung bei starkem Befall. Abdichten von Zugängen, Reinigung und Entfernen von Nahrungsquellen.

Prävention

Lebensmittel dicht verschließen, Müll regelmäßig entsorgen. Gebäude abdichten, Ritzen und Spalten verschließen. Regelmäßige Kontrolle von Dachböden, Lagerräumen und Kanälen.