Anrufen
E-Mail
WhatsApp

Ofenfisch

Ordnung: Fischchenartige (Zygentoma)

Ofenfische sind flügellose, silbrig-graue Insekten, die besonders trockene und warme Innenräume befallen. Sie treten häufig in Küchen, Vorratsräumen, Öfen und Heizungsbereichen auf.

Ofenfisch

Aussehen

Kleine, längliche, flache Insekten mit silbrig-grauer bis goldener Färbung, glänzend und schuppenbedeckt. Körperlänge 5–12 mm. Flügellos, mit drei langen Schwanzanhängen am Hinterleib und langen Antennen. Nymphen ähneln adulten Tieren.

Lebensweise

Nachtaktiv, versteckt tagsüber in Ritzen, hinter Ofenrohren, Heizungen oder an warmen, trockenen Wänden. Bevorzugt Temperaturen über 25 °C. Schnell laufend, kann längere Zeit ohne Nahrung überleben.

Nahrung

Stärke- und kohlenhydrathaltige Materialien: Mehl, Getreideprodukte, Kleber, Papier, Tapeten, Textilien. Auch abgestorbene Insekten und Schimmel werden gefressen.

Schadpotenzial

Fraß an Vorräten, Tapeten, Papierprodukten und Textilien. Kein direkter Krankheitsüberträger, jedoch hygienisch störend. Schäden meist nur materiell und kosmetisch.

Entwicklung

Unvollständige Metamorphose: Ei – Nymphe – Adulttier. Entwicklung kann mehrere Monate dauern, abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot. Adulte Tiere häuten sich regelmäßig.

Nachweis

Sichtbare Tiere in warmen, trockenen Räumen, Fraßspuren an Lebensmitteln, Papier oder Textilien. Häufig in der Nähe von Öfen, Heizungen oder Küchenherden.

Bekämpfung

Gründliche Reinigung und Lagerung von Vorräten in luftdichten Behältern. Reduzierung von Wärmequellen, Einsatz von Staubsauger und mechanischen Fallen. Chemische Bekämpfung selten notwendig, Fachberatung bei starkem Befall.

Ködergele kommen häufig zum Einsatz bei Starken Befall.

Prävention

Lebensmittel in verschlossenen Behältern lagern, Ritzen abdichten, warme und trockene Stellen regelmäßig kontrollieren. Küchen und Vorratsräume sauber halten, besonders hinter Öfen und Heizungen.