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Wollkrautblütenkäfer

Ordnung: Käfer (Coleoptera) Familie: Speckkäfer (Dermestidae)

Der Wollkrautblütenkäfer ist ein kleiner Käfer, dessen Larven Materialien tierischen Ursprungs wie Wolle, Pelze, Teppiche und Federn schädigen. Erwachsene Tiere ernähren sich von Pollen und treten häufig auf Blüten auf.

Wollkrautblütenkäfer

Aussehen

Kleine Käfer, 2–4 mm lang, oval, mit dichtem, bunt gesprenkeltem Haarbesatz auf den Elytren (meist braun, schwarz und gelb). Larven ca. 4 mm lang, behaart, zylindrisch, braunlich. Erwachsene Tiere flugfähig und oft auf Blüten zu finden.

Lebensweise

Larven leben verborgen in Textilien oder Lagerbereichen, bevorzugen dunkle, ungestörte Stellen. Sie ernähren sich von tierischen Materialien. Erwachsene Käfer verlassen das Nest und ernähren sich von Pollen, besonders von Blütenpflanzen im Freien.

Nahrung

Larven: tierische Materialien wie Wolle, Pelze, Federn, Teppiche, Leder, getrocknete Insektenpräparate.
Erwachsene: Pollen und Nektar von Blütenpflanzen.

Schadpotenzial

Larven verursachen Fraßschäden an Kleidung, Teppichen, Pelzen, Lederwaren und Museumsexponaten. Erwachsene Käfer sind ungefährlich. Materieller Schaden kann erheblich sein, hygienisches Risiko gering.

Entwicklung

Vollständige Metamorphose: Ei – Larve – Puppe – Adulttier. Larvenstadium dauert mehrere Monate, manchmal bis zu 3 Jahre, abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot.

Nachweis

Sichtbare Käfer auf Blüten im Freien. Larven in dunklen Lagerräumen, Schränken, Teppichen oder Pelz- und Wollwaren. Fraßspuren, Haare und Häutungsreste sind typisch für Befall.

Bekämpfung

Befallene Textilien reinigen oder entsorgen. Lagerbereiche gründlich saugen und reinigen. Einsatz von zugelassenen Insektiziden oder Kontaktinsektiziden bei starkem Befall. Regelmäßige Kontrolle von Teppichen, Schränken und Wollwaren.

Prävention

Textilien sauber halten, Pelze, Wolle, Leder in luftdichten Behältern aufbewahren. Kontrolle von Lager- und Ausstellungsmaterialien. Blütenbesuch draußen tolerieren, aber Zugang zu Innenbereichen verhindern.