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Gewöhnlicher Nagekäfer

Ordnung: Käfer (Coleoptera) Familie; Nagekäfer (Anobiidae)

Der Gewöhnliche Nagekäfer ist ein holzschädigender Käfer, der vor allem Möbel, Dachstühle und andere Holzbauteile befällt. Larven bohren Gänge im Holz und können über Jahre Schäden verursachen.

Gewöhnlicher Nagekäfer

Aussehen

Erwachsene Käfer 2,5–5 mm lang, braun, zylindrischer Körper, Kopf nach unten geneigt, kurze Fühler. Larven weißlich, ca. 4–5 mm lang, C-förmig gekrümmt, beinlos, leben im Holz.

Lebensweise

Larven leben verborgen in Holz, fressen Fraßgänge und erzeugen charakteristische Bohrlöcher. Erwachsene erscheinen meist im Frühjahr und Sommer, verlassen das Holz zur Paarung und Eiablage.

Nahrung

Larven: trockenes Nadel- und Laubholz, bevorzugt alte Möbel, Dachstühle und Holzlager.
Erwachsene: fressen kaum, dienen hauptsächlich der Fortpflanzung.

Schadpotenzial

Fraßgänge und Bohrlöcher im Holz, Schwächung von Möbeln, Dachstühlen und historischen Holzkonstruktionen. Wirtschaftlicher Schaden bei starkem Befall.

Entwicklung

Vollständige Metamorphose: Ei – Larve – Puppe – Adulttier. Entwicklungsdauer abhängig von Holzart, Feuchtigkeit und Temperatur, meist 2–5 Jahre in trockenem Holz.

Nachweis

Austrittslöcher im Holz (1–2 mm), feines Bohrmehl (Frassmehl) unter Holzoberflächen. Sichtbare erwachsene Käfer beim Verlassen des Holzes.

Bekämpfung

Befallenes Holz behandeln oder austauschen. Einsatz von Insektiziden, begasung oder thermische Behandlung bei starkem Befall. Regelmäßige Kontrolle von Möbeln, Dachstühlen und Holzlager.

Prävention

Holz trocken lagern, regelmäßige Kontrolle von Möbeln und Bauholz. Früherkennung durch Beobachtung von Bohrlöchern und Frassmehl.