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Bettwanzen

Ordnung: Wanzen (Hemiptera)

Bettwanzen sind blutsaugende Parasiten, die sich vor allem in Betten, Matratzen, Polstermöbeln und Ritzen von Wohnräumen aufhalten. Sie treten weltweit auf und sind nachtaktiv.

Bettwanzen

Aussehen

Kleine, flache, ovale Insekten mit rotbrauner Färbung. Körperlänge 4–7 mm bei adulten Tieren, flügellos oder nur rudimentär geflügelt. Larven (Nymphen) durchscheinend bis hellgelblich, mit ähnlicher Körperform. Nach Blutmahlzeiten stark aufgebläht und dunkler gefärbt.

Lebensweise

Nachtaktiv, versteckt tagsüber in Ritzen, Matratzen, Möbelnähten oder hinter Tapeten. Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Vermehrung durch Blutmahlzeiten; Tiere können mehrere Monate ohne Nahrung überleben.

Nahrung

Exklusiv Blut von Säugetieren, bevorzugt Menschen. Sticht meist unbemerkt, bevorzugt exponierte Hautstellen (Arme, Beine, Rücken).

Schadpotenzial

Juckende Stiche, Hautreizungen, allergische Reaktionen. Psychische Belastung durch Befall. Keine bekannten Infektionskrankheiten, jedoch Hygienerisiko und starker psychologischer Stress.

Entwicklung

Unvollständige Metamorphose: Ei – Nymphe – adultes Tier. Weibchen legen 200–500 Eier, Entwicklung bei Zimmertemperatur 4–6 Wochen. Nymphen häuten sich fünfmal bis zum Adultstadium.

Nachweis

Sichtbare Tiere oder Nymphen in Matratzen, Ritzen oder Möbelnähten. Blutspuren auf Bettwäsche, dunkle Kotpunkte, abgestoßene Häutungsreste.

Bekämpfung

Gründliche Reinigung und thermische Behandlung von Textilien (≥ 60 °C), Absaugen von Matratzen und Ritzen. Einsatz zugelassener Insektizide durch Fachpersonal. Professionelle Bekämpfung bei Befall empfohlen.

Möglich im Thermischen verfahren des Raumes, oder im Klassischen Spritzmittel verfahren.

Prävention

Kontrolle von Schlafbereichen bei Reisen oder Neuanschaffungen. Matratzen und Möbel regelmäßig inspizieren. Kratzer, Ritzen und Spalten abdichten. Sauberkeit und regelmäßiges Lüften von Schlafzimmern.

Inspektion vom Fachmann der Kinder-Schädlingsbekämpfung UG