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Hausbockkäfer

Ordnung: Käfer (Coleoptera) Familie; Bockkäfer (Cerambycidae)

Der Hausbockkäfer ist ein holzschädigender Käfer, der vor allem Nadelholz in Baukonstruktionen befällt. Die Larven bohren lange Fraßgänge im Holz und können tragende Bauteile stark schwächen.

Hausbockkäfer

Aussehen

Erwachsene Käfer 8–25 mm lang, braun bis dunkelbraun, schlank, lange Fühler (bis zu 2× Körperlänge). Larven weißlich, C-förmig gekrümmt, bis 40 mm lang, beinlos, leben im Holz.

Lebensweise

Larven entwickeln sich im trockenen Nadelholz von Dachstühlen, Balken und Möbeln. Erwachsene Käfer erscheinen meist im Sommer, fliegen zur Paarung und legen Eier in Holzritzen oder Rissen ab.

Nahrung

Larven: trockenes Nadelholz, insbesondere Bauholz, Dachstühle und Möbel.
Erwachsene: fressen kaum, dienen hauptsächlich der Fortpflanzung.

Schadpotenzial

Fraßgänge im Holz, Schwächung von tragenden Balken und Holzkonstruktionen. Wirtschaftlicher und sicherheitsrelevanter Schaden in Gebäuden bei starkem Befall.

Entwicklung

Vollständige Metamorphose: Ei – Larve – Puppe – Adulttier. Larvenstadium sehr lang, 3–10 Jahre, abhängig von Holzfeuchte und Temperatur. Erwachsene leben wenige Wochen.

Nachweis

Austrittslöcher im Holz (rund, 6–10 mm), feines Frassmehl (Bohrmehl) unter Balken oder Möbelstücken. Sichtbare erwachsene Käfer in Sommermonaten.

Bekämpfung

Befallenes Holz behandeln oder austauschen. Einsatz von Insektiziden oder Begasung durch Fachunternehmen. Vorbeugende Holzschutzmittel auf Bauholz anwenden.

Prävention

Frisches Bauholz ausreichend trocknen lassen, regelmäßige Kontrolle von Dachstühlen, Balken und Möbeln. Austrittslöcher und Bohrmehl frühzeitig erkennen, Holz behandeln.