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Deutsche Schabe

Ordnung: Schaben (Blattodea)

Die Deutsche Schabe ist ein häufiger Vorratsschädling in Haushalten, Gastronomie und lebensmittelverarbeitenden Betrieben. Sie lebt versteckt, ist nachtaktiv und kann Nahrungsmittel sowie Oberflächen verunreinigen.

Deutsche Schabe

Aussehen

Kleine, schlanke Schabe mit einer Körperlänge von 10–15 mm. Hellbraune bis gelblich-braune Färbung mit zwei dunklen Längsstreifen auf dem Pronotum (Hinterkopf). Flügel gut ausgebildet, decken den Hinterleib, flugfähig, jedoch selten in der Luft. Antennen lang, dünn und segmentiert. Nymphen dunkelbraun bis schwarz und ohne Flügel.

Lebensweise

Nachtaktiv, versteckt sich tagsüber in Ritzen, Spalten, hinter Möbeln, Geräten oder Sockelleisten. Bevorzugt warme, feuchte Umgebungen in Küchen, Lagerräumen und Sanitärbereichen. Sehr schnell laufend und gute Kletterer. Sie leben gesellig in Kolonien.

Nahrung

Allesfresser: Nahrungsmittelreste, Getreideprodukte, Fleisch, Zucker, Papier, Kleber, Hautschuppen und andere organische Materialien. Auch Nahrungsmittelunreinheiten und Schimmel werden genutzt.

Schadpotenzial

Kontamination von Lebensmitteln durch Kot, Häutungsreste und Speichel. Übertragung von Krankheitserregern möglich (Salmonellen, E. coli, Hefen). Hygienerisiko in Haushalten und Gastronomiebetrieben, Allergien durch Schabenkot bei empfindlichen Personen.

Entwicklung

Unvollständige Metamorphose: Ei – Nymphe – adultes Tier. Weibchen legen mehrere Dutzend Eier in Ootheken ab. Entwicklung von Ei bis adultem Tier dauert 6–12 Wochen, abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot. Mehrere Generationen pro Jahr möglich, besonders in beheizten Innenräumen.

Nachweis

Sichtbare Schaben in Küche, Vorratsraum oder Badezimmer, insbesondere nachts. Nymphen in Ritzen. Häufig Kot- oder Häutungsreste als indirekter Hinweis. Fallen können zur Kontrolle eingesetzt werden.

Bekämpfung

Gründliche Hygiene, Beseitigung von Nahrungsquellen und Wasserstellen. Einsatz von Schabenfallen, Ködergel oder Insektiziden bei starkem Befall. Professionelle Schädlingsbekämpfung bei gewerblichem oder hartnäckigem Befall. Ritzen abdichten, Geräte regelmäßig reinigen.

Prävention

Saubere Lagerung von Lebensmitteln in geschlossenen Behältern. Vermeidung von Feuchtigkeit und Wärmestau. Regelmäßige Kontrolle schwer zugänglicher Bereiche. Frühe Bekämpfung bei ersten Anzeichen des Befalls.